Amnesty-Menschenrechtspreis für HERMANN DEUTER

„Da war ich erst einmal perplex. Wenn man dann aber feststellt und merkt, dass die eigene Tätigkeit von Anderen bemerkt und gewürdigt wird, dann ist das schön“, bekannte Hermann Deuter, dem am Wochenende der Menschenrechtspreis der Verdener Amnesty-Gruppe überreicht wurde. Gewürdigt wurde damit das jahrzehntelange Engagement von Deuter im Rahmen der Erinnerungskultur, insbesondere auch bezogen auf jüdisches Leben in Verden und seine Arbeit beim Dokumentationszentrum DoZ 20.
Nach einem Grußwort von Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann würdigte Verdens Amnesty-Sprecher Andreas Bortfeldt in seiner Laudatio die Beharrlichkeit, Aufgeschlossenheit und das zugewandte Wesen von Hermann Deuter, der sich in seinem bisherigen Leben besonders für den Sport und der Geschichts-Aufarbeitung engagiert hat. Über die damalige Geschichtswerkstatt und den Verein zur Regionalgeschichte fand er Kontakt zu Joachim Wook, mit dem er u.a. in 2016 das Buch „Es war hier, nicht anderswo“ herausgab. Beide beleuchten in dem Werk regionale Ereignisse in den Jahren von 1919 bis 1949. Deuters Schwerpunkt lag dabei in der Recherche der hiesigen jüdisch Verfolgten in der Nazizeit.
„Wie viel Geduld, Fleiß und Ausdauer braucht man, um mehr als 22000 Zeitungsausgaben des Verdener Anzeigenblattes seit Druckbeginn in 1865 bis 1945 zu durchforsten und für die Erinnerungskultur auszuwerten“, hob AI-Sprecher Bortfeldt die Zielstrebigkeit von Deuter hervor.
„Wie viel Geduld, Fleiß und Ausdauer braucht man, um mehr als 22000 Zeitungsausgaben des Verdener Anzeigenblattes seit Druckbeginn in 1865 bis 1945 zu durchforsten und für die Erinnerungskultur auszuwerten“, hob AI-Sprecher Bortfeldt die Zielstrebigkeit von Deuter hervor.
Diese von ihm gelebte Geschichtserinnerung kommt zum Beispiel zum Tragen bei den Stadtgängen, die Hermann Deuter alljährlich zum Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November in Verden anbietet. Dann begeht er mit Interessierten die Große Straße in Verden und macht bei dort verlegten Stolpersteinen Halt an mehr als 10 Häusern, wo einst jüdische Mitbürger wohnten und/oder Geschäfte betrieben. Er weiß genau, wann wer wo wohnte, wann es Deportationen und Ermordungen gab. „Diese Geschichten zu bezeugen und lebendig zu halten ist auch deshalb wichtig, dass so etwas nie wieder passiert“, hieß es in der Laudatio.
In seiner Dankesrede bekräftigte Deuter: Dieser Menschenrechtspreis ist für mich Ansporn und Verpflichtung, weiterhin hier in Verden das Feld der Erinnerungskultur zu beackern. Zusammen mit Aktiven des Dokumentationszentrum, welches inzwischen auch schon zehn Jahre hier aktiv ist“. Axel Sonntag
In seiner Dankesrede bekräftigte Deuter: Dieser Menschenrechtspreis ist für mich Ansporn und Verpflichtung, weiterhin hier in Verden das Feld der Erinnerungskultur zu beackern. Zusammen mit Aktiven des Dokumentationszentrum, welches inzwischen auch schon zehn Jahre hier aktiv ist“. Axel Sonntag
Menschenrechtspreis
Der Verdener Menschenrechtspreis wird von der Amnesty-Gruppe alle zwei Jahre an eine Person verliehen, die sich im besonderen Maße um die Menschenrechte, Demokratie, Toleranz, Meinungsfreiheit und friedliches Miteinander verdient gemacht oder Zivilcourage gezeigt hat. Es handelt sich um einen undotierten Wanderpreis. Bisherige Preisträger waren Birgit Behrmann (Omas gegen Rechts) und Rudi Klemm (Ex-Geschäftsführer von Wabe).
Der Verdener Menschenrechtspreis wird von der Amnesty-Gruppe alle zwei Jahre an eine Person verliehen, die sich im besonderen Maße um die Menschenrechte, Demokratie, Toleranz, Meinungsfreiheit und friedliches Miteinander verdient gemacht oder Zivilcourage gezeigt hat. Es handelt sich um einen undotierten Wanderpreis. Bisherige Preisträger waren Birgit Behrmann (Omas gegen Rechts) und Rudi Klemm (Ex-Geschäftsführer von Wabe).

